Die Grűndung des Ortes Alt Ukta - Ukta

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Die Grűndung des Ortes Alt Ukta

Die Grűndung des Ortes Alt Ukta



"Alt Ukta ist ein kleines Dorf, abseits von der großen Welt, inmitten unergründlich tiefer Wälder, die in ihrem Schoße heimlich verborgen wundervolle Seen hüten, rings von dunklen Kiefern umschattet."

( Dr. Theophil Flügge, letzter Pfarrer vor Kriegsende in Alt Ukta, in seinem Büchlein "Jesus in Alt Ukta" aus dem Jahre 1948)

Die Gründung des Ortes Alt Ukta
Die Gründung des Ortes Alt Ukta verbindet man mit der Glashütte, die um 1754 im Betrieb am Krutinafluß von dem Hüttenmeister Grzegorzewski (Gregorovius) genommen worden ist. 1756 übernahm sie Andrzej Uklański, der nach zehn Jahren den Betrieb aus Mangel an dem entsprechenden Holz zur Produktion aufgab. In der Nähe des Betriebs wurde eine ziemlich große Arbeitersiedlung gegründet, anfangs Kruttingsche Glashütte genannt. Im Jahre 1778 nannte man schon diese Wohnsiedlung Alt Ukta, zu dieser Zeit wohnten hier 34 Familien. Im Namenregister des Kirchspiels Aweyden, die in den Jahren 1778/1779 anfertigt wurde, findet man auch andere Namen der Bewohner aus der Alt Ukta: Marquard, Rudnik, Scheiba, Badurra, Jan Rosenfeld, Arwiński, Friedrich Bahl, Jerzy Arwiński, M. Gemballa, Jan Kullescha, Tuminski, Mrosowski, Figurra, Paul Stank, Mark Barsch, Orzechowski, Junkenkirt, Naschatka, Jor. Witulski, Burzienski, Schnitka, Kopteina, Wilk, Kulescha, Jacob Borsch, Jacob Swiorowski, Stopka, Jerzy Rosenfeld, Michalow Noscal, Skowron, Preiß, Adam Witulski. Michael Swidrowski i Jacob Willek. Wahrscheinlich war Alt Ukta eine Wohnsiedlung, wo sich ein Produktionsbetrieb befand. Deshalb nannte man diesen Ort Kruttingsche Glashütte. Der neue Ortsname wurde am Ende des 18. Jahrhunderts nach dieser Wohnsiedlung benannt. Alt Ukta, pol. Stara Ukta, ist eigentlich ein Flurname, der die besonderen Merkmale der Örtlichkeit angibt, wobei "lukta" wahrscheinlich "Niederung, Bruchgegend" bedeutet. Zugrunde liegt die allgemeine slawische Wortwurzel "lech, leg, lak, lug, luch", die "Supf, Bruch" bedeutet.

Im Jahr 1785 wurden 22 Häuser gebaut. Nach der Schließung der Hütte verwandelte sich die Arbeitersiedlung in eine Holzfällersiedlung. Die Lage wurde immer schwieriger. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert herrschte in Alt Alt Ukta immer größere Arbeitslosigkeit, und mit ihr tiefstes Elend und bittere Armut. Diese Lage erforderte möglichst schnelle Lösung der entstandenen Probleme. 1818 wohnten in Alt Ukta 299 Personen in 30 Häusern. Die Schließung der Glashütte und die Arbeitslosigkeit verursachten eine Krise. Man musste neue Lösungen suchen, um den einheimischen Bewohnern zu helfen. Am Anfang des 19. Jahrhunderts teilte das Königsamt (urząd królewski) das Land an die Einheimischen auf. Als die Agrarreform durchgeführt wurde, wurde auch das Problem der Arbeitslosigkeit in dieser Region gelöst. Die Landverteilung verursachte den Zulauf von neuen Ansiedlern nach Alt Ukta. Die Ortschaft wurde rasch bevölkert und begann sich zu entwickeln. 1828 wohnten hier schon 100 Familien, insgesamt 494 Personen. Die Urkunde wurde von dem Priester J. Rutkowski unterschrieben und bestätigt die Landverteilung um die drei Ortschaften herum: Waldsiedeln/Wypad, Neu Ukta/Nowa Ukta i Alt Ukta/Stara Ukta. Waldsiedeln bekam 7 Hufe und 15 Morgen, das wurde zwischen drei Ansiedlern verteilt. Dieser Ort wurde nach magdeburgischem Gesetz gegründet. Neu Ukta erhielt 14 Hufen, die unter 12 Bauern verteilt wurden. Am meisten erhielt Alt Ukta - 89 Hufen und 25 Morgen. Die Schule bekam 15 Morgen Grundstück. Mit der Zeit waren die Bauer verpflichtet von jedem Morgen Land gewisse Steuer zu bezahlen, die Abgabe in Naturalien zu überweisen und die Arbeit für die Kirchengemeinschaft auszuführen. Viele Bauer bekamen Land, das sie landwirtschaftlich nutzen sollten. Die drei neu entstandenen Ortschaften gehörten zum Kirchspiel Awayden. Alt Ukta zählte damals 51 Bauernhöfe verschiedener Größe.

Die Ortschaft entwickelte sich ziemlich rasch und im Jahre 1839 zählte sie schon 49 Häuser mit 578 Bewohnern. Es kamen immer mehr Handwerker und man erbaute immer mehr Läden. Die Bebauung entwickelte sich in verschiedenen Richtungen. Im 1859 wurde Alt Ukta aus der Forstverwaltung Krutinnen ausgeschlossen und als politisch autonomische Gemeinde bekannt gegeben. Besonders nach der Eröffnung der Bahnstrecke Czerwonka - Ruciane ging die Entwicklung des Dorfes zügig voran.

Alt Ukta gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Aweyden. Die Entfernung zur Kirche betrug 20 Km. In der Hälfte des 19.Jahrhunderts umfasste das Kirchspiel Aweyden mehr als fünfzig Ortschaften. Die Verkleinerung dieses Kirchspiels erwies sich als dringend notwendig, da die gewissenhafte seelsorgerische Betreuung des bisherigen Gemeindebezirks unmöglich war.


Evangelische Kirche in Alt Ukta
Im Jahre 1846 wurde durch die Teilung des Kirchspiels Aweyden das Kirchspiel Ukta gegründet. Alle Orte östlich des Muckersees wurden von Aweyden abgetrennt und dem neu gegründeten Kirchspiel zugeordnet, zusammen 22 Ortschaften. Das sind: 1. Alt Ukta/Stara Ukta, 2.Neu Ukta/Nowa Ukta, 3. Waldsiedeln/ Wypad, 4. Krutinne/ Krutyń, 5.Krutinnerofen/ Krutyński Piecek, 6. Grünheide/Zielony Lasek, 7.Ratajowa Wola, 8.Jägerswalde/Rosocha, 9.Sakrent/Zakręt, 10. Walddorf/Chostka, 11. Hirschen/Zgon, 12. Klein Jägerswalde/Mała Rosocha, 13. Groß Jägerswalde/Duża Rosocha, 14. (unlesbare Ortsname), 15.Einsiedeln/Kadzidłowo, 16. Eckertsdorf/Wojnowo, 17. Iwanowo, 18.Mościska, 19.Nickelshorst/Gałkowo, 20. Schönfeld/ Ładne Pole, 21. Peterhain/Piotrowo, 22.Leodorwalde (heute ein unbekanntes Dorf). Von dem Kirchspiel Nikolaiken/Mikołajki: 1.Gonschor/Gąsior, 2. Keilern/Kamień, 3. Neubrück/Nowy Most, 4. Biebern/Bobrówko, 5.Klein Schwignainen/Śwignajno Małe, 6. Gross Schwignainen/Śwignajno Duże, 7.Heinrichsdorf/Janowo, 8. Kienhausen/Kokoszka, 9. Wigrinnen/Wigryny, 10. Orłówko, 11.Niedersee/Ruciane, 12. Guschienen/Guzianka, 13. (unlesbare Ortsname). Von dem Kirchspiel Johannisburg fünf Ortschaften: 1. Dietrichswalde/Wólka, 2. Nieden/Nida, 3.Kowalik, 4.Klein Weissuhnen/Małe Wejsuny, 5. Kotzig (heute ein unbekannter Ort).

Die amtliche Dokumentierung aller Personenstandsfälle erfolgte in den seit 1846 geführten Kirchenbüchern (Tauf-, Trau- und Totenregister). Die Einrichtung von Standesämtern erfolgte in Preußen erst ab 1874. Im Sommer 1944 übersandte Pfarrer Flügge auf Anweisung seiner Vorgesetzten Kirchenbehörde die Kirchenbücher zur Auslagerung nach Westdeutschland. Sie wurden in einem Stollen in der Rhön aufbewahrt. Dort fielen sie bei der Invasion den Kriegswirren zum Opfer.

Pfarrer Gustav Kendziorra war von 1846 - 1854 der erste Seelsorger des neuen Kirchspiels. Seine Nachfolger im Amt waren Pfarrer Kenert, Pfarrer Rogalski und Pfarrer Sack. Der Gottesdienst fand in einem Wohnhaus statt, denn erst fast zwanzig Jahre später verfügte der neue Kirchspielort über ein eigenes, neu erbautes Gotteshaus, das am 20. September 1864 eingeweiht wurde:

"Die hochgelegene Kirche "Zum Heiligen Kreuz" , ein Ziegelbau von guten Formen mi kleinem Glockenaufbau auf dem Westgiebel, ist 1864 eingeweiht. Neben ihr steht der … hölzerne Glockenturm" (Templin/Markus).
Pfarrer Kendziorra stiftete der Gemeinde die beiden Kirchenglocken. Sie tragen Glockensprüche in lateinischer Sprache. Große Glocke: "Gloria in excelsis" (Ehre in der Höhe), kleine Glocke: "Pax in terris" (Friede auf Erden). Auf beiden Glocken befindet sich der Hinweis auf ihren Stifter: "Donum Pastoris Uktae Primi (Geschenk des ersten Pastors von Ukta) 1846-1854". Mit einem Ochsengespann wurden die zwei Kirchenglocken vom Bahnhof in Nikolaiken nach Alt Ukta gebracht.

In den 60 Jahren des 19. Jahrhunderts entstand auf dem Gebiet des Kreises Sensburg Der Verband der Evangelischen Stiftung von Gustav Adolf (Związek Ewangelickiej Fundacji Gustawa Adolfa). In Alt Ukta war er sehr aktiv und 1864 zählte er schon 17 Mitglieder. Der Verband wurde im Jahr 1832 in Sachsen gegründet. Sein Ziel war der Bau des Denkmals von König Karl Gustav des II auf dem Schauplatz in Lützen. In Ostpreußen entstand er am. 07.02.1844 als eine Abteilung des Hauptverbands der Evangelischen Stiftung von Karl Gustav für die Provinz Ostpreußen (Naczelny Związek Ewangelickiej Fundacji Gustawa Adolfa dla prowincji Prusy). Der Verband erweiterte seine Tätigkeit und unterstützte die in Diaspora lebenden Protestanten, organisierte in ihren Wohnortschaften Kirchenstrukturen und wollte den verstreuten Lutheraner den Glaube verstärken.

In Niedersee/ Ruciane übte sein Amt ein Geistliche aus, der der Jurisdiktion des Pfarrers in Alt Ukta unterstellt war. In 1907 wurde die Seelsorgestelle aus dem Kirchspiel in Niedersee/ Ruciane ausgeschlossen. Von 1924 bis 1936 betreute Pfarrer Albert Koßmann die Kirchengemeinde. Während seiner Amtszeit wurde vor der Kirche ein Ehrenmal erbaut mit einer Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Im Jahre 1927 wurde die Kirche renoviert. Aus einem Getreidespeicher entstand ein Gemeindehaus.

Im Oktober 1936 übernahm Pfarrer Dr. Theophil Flügge (geb. Hamburg 16.02.1910, gest. Taunusstein bei Frankfurt 27.01.1980) das Pfarramt. Seine Frau berichtet im März 1989 über ihre Ankunft in Alt Ukta: " Noch war Friede in der Welt und in unserem schönen Heimatland Masuren, als am 26. Mai 1937 die beiden jungen Pfarrersleute Theophil Flügge und Hildegard, geb. Koehler, in der Kirche des Brautvaters Pfarrer Ernst Koehler in Schittkehmen (Wehrkirchen) / Kreis Goldap getraut wurden. Tags darauf durften wir glücklichen Zwei unsere einmalig schöne Hochzeitsreise zu Schiff über die masurischen Seen von Lötzen nach Rudczany (Niedersee) machen. Dort wurden wir am Spätnachmittag mit einer stattlichen Pferdekutsche von Herrn Heinz Laskowski aus Schlösschen erwartet und ins Pfarrhaus nach Alt Ukta gebracht. Dort warteten die Frauen der evangelischen Frauenhilfe mit festlicher Kaffeetafel auf uns. Nach drei hochzeitlichen Tagen kehrte mein Mann ja nur zurück in sein Zuhause, denn er war bereits seit Oktober 1936 der jugendliche Pfarrverwalter der großen Kirchengemeinde Alt Ukta". In 1937 gehörte zum Kirchspiel Alt Ukta 15 Ortschaften mit 3300 Gläubigen. In dieser Zeit in der Kapelle in Rudczany war freie Stelle.

Im September 1943 wurde Pfarrer Flügge Soldat. Seine Ehefrau Hildegard Flügge übernahm die Verwaltung der Pfarrei Sie endete mit der Flucht am 22. Januar 1945. An diesem Tag wurde auch der letzte Gottesdienst gehalten. Zu diesem Zeitpunkt umfasste das Kirchspiel Ukta folgende Ortschaften: Biebern, Eckersdorf, Eckertsdorf, Fedorwalde - Peterhain, Hirschen, Jägerswalde, Kruttinnen, Kruttinnerofen, Nickelshorst, Schlößchen, Schönfeld, Ukta (Alt Ukta und Neu Ukta), Wigrinnen.

Die Kirche in Alt Ukta nach 1945
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 diente die Kirche in Alt Ukta der evangelisch - lutherischen Kirchengemeinde. Mit jedem Jahr wurde die evangelische Kirchengemeinde kleiner und die Zahl der Gläubigen der römisch - katholischen Kirche vergrößerte sich. Erfolglos beendeten sich die Bemühungen der Katholiken, um die Kirche zusammen mit den Protestanten zu nutzen. Der sozial politscher Wandel in Polen am Anfang der achtziger Jahre führte zur Belebung der Lokalgemeinschaft.

Ein paar Monate von der Wegnahme der Kirche, am 18. November 1980, reichten die Bewohner von Krutinnen, Alt Ukta, Krutinnerofen, Neu Ukta, Schwignajnen, Nickelshorst, Schönfeld, Eckertsdorf, Jägerswalde, Walddorf und Steinbruch einen Brief an den Ermländischen Bischof ein. Die Bewohner baten den Bischof um die Hilfe beim Kauf der evangelischen Kirche in Alt Ukta. Die Gemeindemitglieder begründeten ihre Bitte damit, dass auf diesem Gebiet ungefähr vier Tausend Gläubigen wohnen und der Weg zur Kirche in Ruciane Nida ist sechs bis vierzehn Kilometer lang. Zur evangelischen Gemeinschaft in Alt Ukta gehören nur vier Familien, und zwei davon wollen in der Zukunft abreisen.

Demnächst, und zwar am 02.01.1981, wendete sich der Ermländische Bischof an den Senior der Ermländischen Diözese Paweł Kubiczek, um die Kirche in Alt Uka zugänglich für den katholischen Kult zu machen. Der Bischof J. Glemp schrieb: "Wir sind bereit die Kirche zu pachten und zu konservieren um sie in bestimmten Stunden der Arbeitstage und Feiertage zu nutzen". Es ist leider nicht zu einer Übereinkunft zwischen der römisch - katholischen und evangelisch -lutherischen Kirche gekommen. Das Konsistorium fasste im Dezember 1980 einen Beschluss, infolge dessen am 01.01.1981 die Gemeindemitglieder aus Alt Ukta zu evangelisch - lutherischer Gemeinde in Johannisburg angeschlossen wurden.

Die Stimmung unter den Gläubigen der römisch - katholischen Kirche in Alt Ukta und in den Nachbardörfern steigerte sich. Die Absicht der Übernahme der Kirche nahm von einem Tag auf den anderen zu. Die sozial politische Lage im Land begünstigte diese Entscheidung zu treffen. Die Übernahme der Kirche fand am 29.03.1981 statt. Die Bewohner von Alt Ukta sammelten sich an der Kirche, öffneten sie und gingen rein, dann beteten sie und sangen Kirchlieder. Nach diesem Zwischenfall erschienen die Polizei aus Ruciane Nida und der Pfarrer aus Nikoleiken (Mikołajki). Nach den langen Gesprächen traf man eine Entscheidung und erlaubte den Gläubigen die Kirche zu benutzen. Der erste Gottesdienst wurde vom römisch - katholischen Priester Józef Kusiej am Palmsonntag 05.04.1981 abgehalten.

In einem Bericht für das Konsistorium wurde dieses Ereignis vom Priester Krzysztof Rej aus Johannisburg (Pisz) folgend beschrieben: "Dieser Zwischenfall begann um 9.30. Eine Delegation der Bewohner von Alt Ukta kam zum evangelischen Pfarrhaus und verlangte den Kirchenschlüssel, weil sie in der Kirche beten wollten. Den Schlüssel bekamen sie nicht. Dieser Zwischenfall wurde von einer Propagandaaktion eingeleitet, die eine von den Katholikinnen führte und lud den Glaubensgenossen zu einer katholischen Messe am 05.04.1981 um 10 Uhr ein". Bald nach diesem Zwischenfall wurde die Militz in Ruciane Nida informiert. Es kam der Kommandant des Postens, der den Pfarrer in Johannisburg (Pisz) über diese Ereignisse informierte. An der Kirche versammelten sich Gläubigen und verkündigten der Miliz, dass sie die Kirche besetzten, weil sie sich nicht mit den Protestanten auf die Übernahme der Kirche einigen können. Sie versprachen der Milizbeamten, dass sie die Ordnung in der Kirche halten werden und zur keiner Zerstörung bringen.

Als erster Seelsorger der Pfarrei wurde der Priester Henryk Frączkowski ernannt, der am Anfang Juli 1981 nach Alt Ukta kam. Bis zu dieser Zeit führte der Priester Jan Żołnierkiewicz, aus dem Kirchspiel Ruciane-Nida, die Aufsicht der Kirche. Das römisch - katholische Kirchspiel Alt Ukta wurde am 08. Dezember 1984 vom Bischof Jan Obłąk gegründet. Die Kirche wurde 1984 von den Protestanten gekauft. Zur Pfarrei in Alt Ukta gehört 21 Dörfern: Alt Ukta/ Ukta, Biebern/ Bobrówko, Walddorf/ Chostka, Nickelshorst/ Gałkowo, Isnothen/ Iznota, Einsiedeln/ Kadzidłowo, Krutinnen/ Krutyń, Krutinnerofen/ Krutyński Piecek, Neubrück/ Nowy Most, Neu Ukta/ Nowa Ukta, Jägerswalde/ Rosocha, Schwignainen/ Śwignajno, Eckertsdorf/ Wojnowo, Schlösschen/ Zameczek, Sakrent/ Zakręt, Grünheide/ Zielony Lasek, Iwanowo, Mościska, Waldsiedeln/ Wypad und Steinbruch/ Rostek.

In erstem Jahr gehörte das Dorf Hirschen/ Zgon zum Kirchspiel Alt Ukta. Die Bewohner des Dorfes wollten zum näher gelegenen Kirchspiel Aweyden/ Nawiady gehören, deshalb wendeten sie sich an den Pfarrer H. Frączkowski mit der Bitte. Mit gegenseitigen Einverständnis mit dem Pfarrer aus Aweyden/ Nawiady T. Bartłuszewicz übergab der Pfarrer H. Frączkowski Hirschen/ Zgon dem Kirchspiel Aweyden/ Nawiady. Der Pfarrer H. Frączkowski stattete im Jahr 1982 Seelsorgebesuche in der Weihnachtszeit in Hirschen/ Zgon ab. In nächstem Jahr besuchte schon Hirschen/ Zgon der Pfarrer aus Aweyden/ Nawiady. Der Pfarrer H. Frączkowski baute das römisch-katholische Kirchspiel von Grund auf aus. Es war kein Pfarrhaus, keine Messgewänder und kein Messkelch da. Die Gläubigen halfen gern dem Pfarrer bei der Ausstattung der Kirche.

Das römisch-katholische Kirchspiel in Alt Ukta gehörte vom Anfang an bis zum Jahr 2002 zur Ermländischen Diözese. Die neue Verwaltungsteilung und die Entstehung der neuen Diözesen verursachte, dass das Kirchspiel Alt Ukta zur Diözese Lyck/ Ełk gehört.

Der größte historische Ereignis war das Besuch des Papstes Johannes Paul der II, der am 08.06.1999 Lyck/ Ełk besuchte. Der Bischof Wojciech Ziemba schrieb: "Am 08. Juni 1999 um 11 Uhr der Heilige Vater wird den Gottesdienst in Lyck/ Ełk abhalten, danach besucht er Wigry und bleibt da bis zum 10. Juli. Die Pilgerfahrt des Heiligen Vaters in Lyck/ Ełk verläuft unter dem Thema des Wortes von Jesus Christi: Selig sind die Armen im Geiste."

Eine Woche vor dem Besuch überredete der Pfarrer Henryk Frączkowski die Gemeindemitglieder zum Schmucken der Häusern, der Straßen und der Kirche. Zum Treffen mit dem Papst fuhren mit dem Pfarrer ziemlich viele Menschen. Sie machten sich auf dem Weg am 08.06. um 5 Uhr.

Der erste Pfarrer der römisch - katholischen Pfarrei in Ukta war in den Jahren 1981-2007 der Pfarrer Henryk Frączkowski. Sein Nachfolger wurde der Pfarrer Waldemar Sawicki. Der neue Pfarrer unternahm den Bau des neuen Pfarrhauses in der Nähe der Kirche.

Die Übersetzung von Hubert Grygo
Bibliographie:
1. Bielawny K., Dzieje parafii Nawiady, Ukta, Piecki i Ruciane w latach 1397 - 2000, Olsztyn 2009.
2. Krause Rolf W., 125 Jahre Evangelische Kirche In Alt Ukta, in: 34. Sensburger Heimatbrief 1989, S. 41.

 
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